BVB empfängt Donezk: Lasst den Traum weiter gehen!

Gerade hatte man noch Hannover 96 verdient mit 3:1 im Westfalenstadion besiegt, da geht es auch schon weiter, Schlag auf Schlag. Zeit zum Feiern blieb nicht viel, schließlich steht eines der wohl wichtigsten Spiele in diesen Wochen schon am Dienstagabend an.

Wenn um viertel vor neun die Champions-League-Hymne durch das Stadion hallt, dann werden insgeheim alle BVB-Fans hoffen, dass wir sie noch mindestens zwei weitere Male, vielleicht auch vier Mal oder am besten fünf Mal hören werden. Nachdem die Bayern dem BVB in der Liga völlig enteilt sind und auch im Pokal die Oberhand behalten, hat der Fußball-Gott aber noch zwei absolute Highlights beschert, denen man als BVB-Fan entgegen fiebern kann: die Champions League und das Derby in der verbotenen Stadt.

Außenseiterchance auf den Titel

Den meisten ist natürlich klar, dass der BVB trotz der bisher mehr als überzeugenden Auftritte in der Königsklasse wenn überhaupt höchstens Außenseiterchancen auf den Titel haben, aber so lange man dabei ist, geht der Traum weiter. So lange kann man sich im Stillen denken: „Na warum denn eigentlich nicht?“ Und auch beim Champions-League-Sieg 1997 gehörte der BVB ja nicht unbedingt zu den Topfavoriten auf den Titel.

Aber selbst wenn die Borussia diese Saison ohne Titel beendet, muss das nicht bedeuten, dass die Saison ein Reinfall war. Wenn man in der Champions League wenigstens noch das Viertelfinale erreicht, das Derby am nächsten Samstag gewinnt und sich am Ende wieder direkt für die Champions League qualifiziert, dann würden wohl nur sehr wenige nicht von einer sehr erfolgreichen Saison sprechen.

1:1 würde reichen

Teil eins davon kann am Dienstagabend wahr gemacht werden. Dass Donezk eine außergewöhnlich spielstarke Mannschaft ist, die mutig und forsch aufspielt und tendenziell lieber angreift als abwehrt, wurde im Hinspiel nur zu deutlich. Zwar hatte der BVB mehr Torchancen, doch Schachtjor nutzte seine Chancen gnadenlos effektiv. Dennoch ist das 2:2 aus dem Hinspiel für den BVB als Ausgangslage sicherlich besser als für den Gegner aus der Ukraine. Bereits ein 0:0 oder auch ein 1:1 würde Dortmund aufgrund der Auswärtstorregel zum Weiterkommen reichen.

Allerdings ist das sicher nicht das angestrebte Ziel, Jürgen Klopp wird mit Sicherheit auf Sieg spielen lassen. Mit dem Sieg gegen ein zugegeben schwaches Hannover hat sich die Mannschaft den nötigen Rückenwind geholt.

Hummels immer noch krank

Ob Mats Hummels beim Champions-League-Knaller wieder mit dabei sein kann, wird sich wohl erst am Nachmittag herausstellen, für ihn wird es ein Wettlauf gegen die Zeit. Er konnte am Montag nicht trainieren, nur etwas laufen. Jürgen Klopp ordnete an, dass er die Nacht zuhause im eigenen Bett verbringt und nicht im Mannschaftshotel einkaserniert wird. Am Dienstag wird man dann sehen, ob es für ihn reicht, oder ob Felipe Santana noch mal für ihn ran muss.

Der gegen Hannover noch geschonte Lukasz Piszczek wird mit großer Sicherheit wieder auf seine angestammte Postion hinten rechts zurück kehren. Kevin Großkreutz dürfte damit trotz seiner starken Leistung am Samstag zunächst auf der Bank landen, denn im Mittelfeld wird Klopp vermutlich der offensiv stärksten Besetzung mit Mario Götze, Marco Reus und Jakub Blaszczykowski vertrauen. Experimente á la Lewandowski auf der Zehn wird es in diesem wichtigen Spiel sicher nicht geben, der Pole wird auf seine Stammposition in der Sturmspitze zurück kehren. Auch für Julian Schieber, am Samstag noch Torschütze, wird das die Rückkehr auf die Bank bedeuten.

Ein Wunsch

Darüber hinaus gilt aber wohl der abgedroschene Spruch, dass es nicht nur auf die Aufstellung, sondern auch auf die Einstellung ankommt. Sorgen braucht man sich in dieser Hinsicht aber wohl nicht machen, denn in der Champions League präsentierte sich der BVB in dieser Saison ausnahmslos mutig, aggressiv, hochkonzentriert und effektiv. Das alles wird man auch sein müssen, damit der Wunsch, den Kuba nach dem Sieg gegen Hannover äußerte: „Ich hoffe, am Dienstagabend um 23 Uhr sind wir alle glücklich.“

Damit spricht er wohl vielen aus der Seele!

Die voraussichtliche Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Santana (Hummels), Subotic, Piszczek – Gündogan, Kehl – Reus, Götze, Blaszczykowski – Lewandowski

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