BVB gegen Málaga: Macht diesen Abend zur Sternstunde!

Einige Medien haben es bereits als „Jahrhundertspiel“ ausgerufen. Nun, das mag vielleicht ein klein wenig übertrieben sein, aber Fakt ist: am Dienstagabend geht es um die Wurst beim BVB, es geht um den Einzug ins Halbfinale der Champions League! Málaga ist zu Gast und muss besiegt werden, damit die schwarzgelbe Europa-Tour noch ein wenig weitergehen und im Idealfall erst am 25. Mai in London endet.

Viel ist über das Spiel schon geschrieben worden, über Taktik, Personalien und spanische Nächte. Doch am Ende lässt sich das Wichtige an diesem Tag auf eine ganz einfache Formel herunter brechen: Der BVB muss gewinnen. Schon ein Remis mit Toren bedeutet das Aus in der Königsklasse.

Der Druck ist also groß und die Lage wäre sicher deutlich entspannter, wenn die Schwarzgelben in Málaga ein Auswärtstor zustande gekriegt hätten. Doch, wie sagte der große Philosoph Neven Subotic einst so treffend? „Hätte, hätte, Fahrradkette.“

Reizvolle Situation

Irgendwie ist diese Situation natürlich auch sehr reizvoll. Schließlich ist die Champions League nicht nur wegen des europäischen Flairs etwas ganz Besonderes, sondern auch genau wegen solcher Abende wie heute. Natürlich kann dieser Abend tragisch enden für alle, deren Herz schwarzgelb ist. Aber es ist genauso gut möglich, dass dieser Abend sich in die Sternstunden der Vereinsgeschichte einreiht. Vielleicht erzählen wir unseren Kindern von diesem Spiel gegen Málaga dereinst in einem Atemzug mit dem legendären Spiel gegen Déportivo La Coruna.

An einem solchen Abend können Helden geboren werden. Vielleicht sagen wir in ein paar Jahren: „Wisst ihr noch, dieses Spiel gegen Málaga im Westfalenstadion? Dort haben wir den Grundstein zum CL-Sieg 2013 gelegt.“

Gefährliche Harmlosigkeit

Natürlich, es ist nicht Real Madrid oder Manchester United. Aber gerade das macht dieses Spiel so gefährlich. Denn bei den Topteams weiß man genau, was einen erwartet und die Mannschaft ist gegen solche Gegner in der Lage, über 90 Minuten volle Konzentration zu leisten. Gefährlich sind Teams wie Málaga, die einen vielleicht sogar mit vermeintlicher Harmlosigkeit in Sicherheit wiegen – um dann eiskalt zuzuschlagen. Denn Málaga hat wohl im Hinspiel auch nicht sein ganzes Potential ausgeschöpft. Und in der nächsten Saison sind sie von der UEFA gesperrt, also vorerst die letzte Chance für die Andalusier, international was zu reißen. Die letzte Chance für die Spieler, sich noch einmal für andere Klubs zu empfehlen.

Schon im Vorfeld des Spiels kam es zu dem – man muss es fast sagen – üblichen Run auf die Karten. Allerdings war es in der subjektiven Wahrnehmung diesmal noch schwieriger, an die begehrten Tickets zu kommen. Jeder, der dabei sein kann, kann sich glücklich schätzen. Doch auch jeder andere, der dem BVB die Daumen drückt, leistet seinen Beitrag. Das BVB-Kollektiv bestand schon immer aus mehr als nur aus den 80.000 (oder 65.000) im Stadion. Und die Mannschaft bezieht ihre moralische Stärke nicht nur aus der Unterstützung der Stadiongänger.

Voraussetzungen stimmen

Vielleicht ist ja wirklich was dran, vielleicht gibt es diese Energien, die man günstig beeinflussen kann, indem nur genug Menschen stark genug an eine Sache denken und vor allem daran glauben! Vielleicht gibt es diese Momente, in denen es tatsächlich klappt.

Zwei Voraussetzungen stimmen schon mal: das Westfalenstadion ist restlos ausverkauft und die Fans werden den BVB bis zum Abpfiff nach vorne peitschen. Und Jürgen Klopp kann personell wieder aus dem Vollen schöpfen, alle Verletzten meldeten sich rechtzeitig fit.

Alles ist angerichtet für einen unvergesslichen Champions-League-Abend!

Die voraussichtliche Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Subotic, Santana (Hummels), Piszczek – Gündogan, Kehl (Bender) – Reus, Götze, Großkreutz (Blaszczykowski) – Lewandowski

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Ein Gedanke zu „BVB gegen Málaga: Macht diesen Abend zur Sternstunde!

  1. Das wird heute Abend eine Herkules-Aufgabe für die Borussia.

    Eins weiß ich: der BVB wird Málaga alles andere als unterschätzen – dennoch sollte das Ausscheiden des FC Porto gegen die Spanier im Achtelfinale Mahnung genug sein.

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