Der letzte Schritt nach Wembley: BVB zu Gast im Bernabeu

Dienstagabend kann der Traum wahr werden, der BVB könnte erstmals seit dem Gewinn der Champions League 1997 wieder ins Finale einziehen. Die letzte Etappe auf dem Weg nach London heißt Madrid und ein gutes Fundament für den Finaleinzug hat der BVB bereits im Hinspiel mit dem 4:1 gelegt. Am Dienstagabend wird sich entscheiden, ob das Werk sich vollendet oder ob der Traum kurz vor der Erfüllung in sich zusammenstürzt.

Auf dem Papier sieht die Ausgangslage erst mal nicht mehr besonders spannend aus. 4:1 ist schon ein ziemlich deutliches Ergebnis. Doch andererseits reicht Madrid dank der Auswärtstorregel ein 3:0 zum Weiterkommen. Ein 3:0 ist einer Spitzenmannschaft wie Madrid im eigenen Stadion immer zuzutrauen.

Real ist noch nicht geschlagen

Und Real glaubt noch ans Weiterkommen – oder zumindest äußern sie sich nach außen hin so. Doch was bleibt ihnen auch anderes übrig? Selbst Barcelona, für das die Chancen durch das 0:4 im Hinspiel gegen die Bayern noch schlechter stehen, gab Kampfparolen aus.

Real Madrid wird alles daran setzen, das Ergebnis vom Hinspiel noch umzubiegen. Der BVB ist gewarnt. Nur mit 100 Prozent Konzentration wird der Traum wahr werden. Wichtig wäre es zudem, selbst ein Tor im Estadio Bernabeu zu erzielen, um das blöde Auswärtstor der Madrilenen auszugleichen. Aber eigentlich kann man sich nicht vorstellen, dass der BVB in Madrid wirklich ohne eigenes Tor bleibt.

Tickets waren rar

Wieder werden viele tausend Borussen den BVB begleiten, die sich über die Tickethotline oder über Real Madrid mit Tickets eingedeckt haben. Wahrscheinlich noch einmal mindestens genau so viele bleiben zuhause in Dortmund, weil sie keine Tickets mehr bekamen, obwohl sie fahren wollten.

Man kann sich jetzt schon ausmalen, was für ein Theater es erst mal um die Finalkarten geben wird, wenn Dortmund wirklich ins Finale einzieht.

BVB wohl in Bestbesetzung

Personell sieht es gut aus bei Borussia, wahrscheinlich kann die beste Elf auflaufen. Am Samstag in Düsseldorf hatte Jürgen Klopp ja einen Großteil seiner Stammspieler geschont. Fraglich ist einzig Lukasz Piszczek, der auch Sonntag aufgrund seiner Adduktoren-Probleme nur Lauftraining absolvieren konnte. Der Pole ist aber dennoch mit nach Madrid geflogen, am Abend beim Abschlusstraining oder vielleicht auch erst kurz vorm Anpfiff wird sich entscheiden, ob er mitwirken kann oder nicht. Sollte er ausfallen, wird ihn wie üblich Kevin Großkreutz vertreten, der übrigens auch als einziger Borusse von einer Gelbsperre bedroht ist. Für ihn wäre es im Fall der Fälle wohl besonders bitter, in einem Finale dann womöglich gesperrt zu sein.

Bei Real Madrid, das am Wochenende ebenfalls nur mit einer B-Elf in der Liga aufgelief, war Cristiano Ronaldo seit dem Hinspiel fraglich. Es dürfte nur wenige Menschen überraschen, dass er rechtzeitig zum CL-Spiel fit geworden ist.

Die Spannung steigt. Die Straße nach Wembley ist fast zu Ende. Jetzt heißt es: bloß nicht auf der Zielgeraden noch aus Versehen die falsche Abfahrt nehmen, sondern immer schön gerade aus fahren und das Ziel im Auge behalten! Wir können es am Horizont schon sehen. Aber angekommen sind wir noch nicht.

Die voraussichtliche Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Hummels, Subotic, Piszczek – Gündogan, Kehl – Reus, Götze, Blaszczykowski – Lewandowski

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