Das letzte Spiel vor Wembley: BVB empfängt Hoffenheim

Wo ist nur die Saison geblieben? Gefühlt war es erst gestern, als der BVB als frisch gebackener Doublesieger zuhause gegen Werder Bremen die Saison eröffnet hat. Den Pokal und die Schale sind die Schwarzgelben mittlerweile wieder los, dafür könnte am Ende ein anderer Pott warten, der mit den großen Ohren. Doch vorher wartet noch die letzte Aufgabe in dieser Bundesliga-Saison. Der Hoffenheimer Traditionsverein kommt zu Besuch und möchte ausgerechnet in Dortmund den drohenden Abstieg in die zweite Liga verhindern.

Für den BVB hat das Spiel natürlich keinen sportlichen Wert mehr. Und auch in der öffentlichen Wahrnehmung ging das Spiel eher unter. Wembley ist halt einfach interessanter als so ein künstlicher Emporkömmling vom Dorf. Künstlich irgendwie Spannung herbei reden zu wollen ist wohl eher zwecklos.

Hoffenheim ab in Liga zwei

Trotzdem würden sich nicht wenige BVB-Fans (und sicher auch Fans vieler anderer Traditionsvereine) freuen, wenn das Hopp’sche Spielzeug am Samstagabend den Gang ins Unterhaus antreten müsste. Spiele gegen Hoffenheim waren ohnehin meistens ziemlich heiße Geschichten, die gegenseitige Abneigung schuf meistens eine giftige Atmosphäre.

Diesmal geht es für Hoffenheim wirklich um viel, deshalb werden sie sicher aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Diese Spielweise liegt dem BVB in dieser Saison nicht immer. Dazu kommt, dass vermutlich kein Spieler eine Woche vor dem Champions-League-Finale das Risiko eingehen möchte, sich in einem völlig unwichtigen Bundesliga-Spiel noch zu verletzen und dann vielleicht das Finale zu verpassen.

Kampf um die Startelf

Andererseits hat Jürgen Klopp aber auch angekündigt, dass man sich anständig von den Fans und von dieser Saison verabschieden möchte. Und natürlich könnte der Eine oder Andere am Samstag noch mal eine Startelf-Bewerbung für London abgeben. Zwar ist die Elf auf dem Papier relativ klar, doch Klopp ist diesbezüglich auch immer wieder für Überraschungen gut und so könnte Hoffenheim für Spieler wie Nuri Sahin oder Kevin Großkreutz vielleicht noch mal eine letzte Chance sein, sich aufzudrängen.

Abschied nehmen vom Ruhrgebiet wird am Samstag Mario Götze. Leider hat er sich für die dunkle Seite der Macht entschieden und folgt im Sommer dem Ruf des Geldes nach München. Er wird wohl wie alle Abgänge, deren Abschied vorm letzten Heimspiel feststeht, eine offizielle Verabschiedung vor dem Spiel bekommen. Mal schauen, wie der Großteil der Fans darauf reagieren wird.

Langer Entzug droht

Auch wenn es um nichts mehr geht, so kann man sich als Fan doch noch mal auf das Spiel freuen. Noch einmal ins Stadion gehen, dann heißt es wieder: Auf Wiedersehen in zweieinhalb Monaten. Die lange Sommerpause liegt vor uns, diesmal sogar ohne halbgare Ersatzdrogen wie EM oder WM. Diesmal droht kalter Entzug. Mit einem Schuss Extra-Adrenalin – zu erwerben am 25. Mai – ließe sich diese Zeit sicher leichter überstehen.

Aber wir schweifen wieder ab. Diese Woche kommt Hoffenheim.

Die voraussichtliche Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Hummels, Subotic, Großkreutz (Piszczek) – Kehl, Sahin – Reus, Gündogan, Blaszczykowski – Lewandowski

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