BVB gewinnt Bundesliga-Auftakt mit 4:0

Endlich wieder Bundesliga, endlich wieder BVB! Seit Samstagnachmittag, 15.30 Uhr, hat uns die Normalität endlich wieder. Vorbei die Zeiten, in denen die Sucht mit unzureichenden Ersatzdrogen wie Länderspielen, Testspielen oder gar Frauenfußball als allerletztem Mittel genährt werden muss. Der Ball rollt wieder und beim Blick auf die Tabelle nach dem ersten Spieltag ist man fast geneigt zu sagen: „Saison abpfeifen, bitte!“

Die 51. Bundesliga-Saison startete mit einem sehr torreichen Wochenende, 37 Treffer fielen am ersten Spieltag. Daran war der BVB mit vier Toren nicht ganz unschuldig. Dabei sah es, als das Spiel in der Augsburger SGL-Arena angepfiffen wurde, zunächst weiß Gott nicht nach einem Kantersieg des BVB aus. Im Gegenteil, die Mannen in schwarzgelb taten sich anfangs äußerst schwer gegen mutig aufspielende Augsburger, die wohl auch in ihrer dritten Bundesliga-Saison gegen den Abstieg spielen werden.

Aubameyang mit dem 1:0

Zwar kam der BVB schon nach wenigen Minuten zur ersten guten Torchance durch Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang, doch danach ging erst einmal nicht mehr viel. Dortmund mühte sich gegen die diszipliniert auftretenden Fuggerstädter und fand so recht kein Mittel, um gefährlich vors gegnerische Tor zu kommen.

In der 24. Minute war es erneut Aubameyang, der einen absoluten Sahnetag erwischt hatte, der nach Flanke von Marcel Schmelzer mit einem blitzsauberen Flugkopfball seinen neuen Verein in Führung brachte. Vor Freude schlug er einen Salto, beruhigte nach dem Spiel aber die BVB-Fans und seinen Trainer mit der Äußerung, Salti schlage er nur bei besonderen Toren. Und sein erstes Bundesliga-Tor, na, das sei ja schließlich so eins gewesen.

Kuba für Gündogan

Allerdings tat sich der BVB nach der Führung nicht unbedingt leichter. Die Augsburger dachten nämlich gar nicht daran, Dortmund den Gefallen zu tun und auseinander zu fallen. Stattdessen drängten sie auf den Ausgleich und waren kurz vor der Pause mit zwei dicken Chancen auch ziemlich dicht dran.

Jürgen Klopp ergriff Maßnahmen und brachte nach gut einer Stunde Jakub Blaszczykowski für Ilkay Gündogan, der sich auf der ungewohnten Zehner-Position ganz augenscheinlich nicht wohl fühlte und keine Akzente setzte. Mit Kuba kam mehr Leben in die Bude, der Pole tat dem Offensivspiel des BVB sichtlich gut und in der 66. Minute war das Spiel entscheiden: erneut Aubameyang sorgte für das 2:0 und hatte danach anscheinend immer noch nicht genug vom Toreschießen.

Einstand nach Maß

Nun schwanden bei Augsburg die Kräfte, das aufwändige Spiel, mit dem sie den BVB über eine Stunde lang gut in Schach gehalten hatte, forderte nun seinen Tribut. So kam Aubameyang in der 79. Minute zu seinem dritten Tor. Für solche Auftritte wie den seinen ist die Phrase „Einstand nach Maß“ erfunden worden. Vier Torschüsse, drei Tore – das macht Lust auf mehr. Dazu zeigten sich „Aubames“ Mitspieler nach dem Spiel auch noch sehr beeindruckt von seiner Defensivarbeit. Sieht so aus, als habe der BVB mit dem Jungen einen richtig guten Fang gemacht!

Nach 85 Minuten gab es Elfmeter für den BVB nach einem Foul am eingewechselten Jonas Hofmann. Robert Lewandowski, der es wohl nicht auf sich sitzen lassen wollte, dass Aubameyang schon drei Treffer hatte und er noch keinen einzigen, schnappte sich den Ball und verwandelte den Elfmeter gewohnt cool. Das 4:0 sollte dann auch der Endstand sein.

Psychologisch wichtiger Sieg

Das deutliche Ergebnis täuscht etwas darüber hinweg, dass Dortmund sich über eine Stunde lang wirklich schwer tat mit den mutig aufspielenden Augsburgern. Am Ende entschied dann aber wohl doch die größere Abgezocktheit des mit allen Champions-League-Wassern gewaschenen BVB und die höhere individuelle Klasse. Dass der Sieg sicher ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist, bestritt im schwarzgelben Lager hinterher auch niemand. Trotzdem ist es psychologisch natürlich ein Brett mit einem so klaren Sieg in die Saison zu starten und nicht schon auf den ersten Metern wieder den Anschluss an die Spitze zu verlieren.

An der stehen übrigens nicht die Bayern – die dümpeln nach einem mageren 3:1-Sieg gegen Gladbach auf Platz 3 herum. Vorsicht, schlechter Scherz: Ist das schon die Pep-Krise?

Beim BVB gibt es noch einiges zu tun, einige Abläufe sitzen noch nicht so, aber schlecht war es nicht für den Anfang. Die Null steht noch und die Offensive bewies Durchschlagskraft. Am Sonntag wird dann wohl auch noch Henrikh Mkhitaryan dazu stoßen, was der Mannschaft noch einmal mehr Qualität verleihen dürfte. Die BVB-Fans haben allen Grund, sich auf die neue Saison zu freuen!

Am Sonntag steht dann das erste Heimspiel von Borussia Dortmund an, Gegner ist der Aufsteiger Eintracht Braunschweig.

Aufstellung FCA: Amsif – Verhaegh, Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek – Baier – Hahn (83. Vogt), Moravek, Altintop (77. Philp), Holzhauser (77. Vlachodimos) – Mölders
Aufstellung BVB: Langerak – Großkreutz, Subotic, Hummels, Schmelzer – Bender, Sahin – Aubameyang (81. Hofmann), Gündogan (57. Blaszczykowski), Reus – Lewandowski (88. Durm)
Tore: 0:1 Aubameyang (24.), 0:2 Aubameyang (66.), 0:3 Aubameyang (79.), 0:4 Lewandowski (86./Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 30.660 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Moravek (1), Ostrzolek (1) / –

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