Das Westfalenstadion begrüßt Braunschweig und „Micki“

Die DFL hat uns BVB-Fans diesmal ein bisschen auf die Folter gespannt: erst am zweiten Spieltag setzte sie das erste Heimspiel an. Und um es noch ein bisschen spannender zu machen dann auch noch als letztes Spiel des Spieltags am Sonntagabend. Irgendwie aber auch nicht verkehrt, denn so hatte Neuzugang Henrikh „Micki“ Mkhitaryan genug Zeit, seine Verletzung auszukurieren und kann nun sein Bundesliga-Debüt statt in einem Augsburger Puppenkästchen im eindrucksvollsten Stadion der Liga geben.

Auch auf den Gast an diesem Tage kann man sich freuen, hat er sich doch viele Jahre nicht mehr bei uns blicken lassen. 28 Jahre mussten die Fans von Eintracht Braunschweig auf die Rückkehr ins Oberhaus des deutschen Fußballs warten. Eine lange Zeit dümpelte der Traditionsverein sogar in den Niederungen des Amateurfußballs herum.

Auftakt

Auch wenn der Auftakt gegen Werder Bremen mit einem unglücklich 0:1 in die Hose ging, so hat das den Niedersachsen den Spaß an der Bundesliga noch nicht verdorben. Allein die Tatsache, dass man zum Auswärtsspiel nach Dortmund fahren kann und nicht nach Sandhausen wirkt derzeit noch berauschend auf die Gelb-Blauen.

Ganz anders lief der Auftakt des BVB: 4:0 schoss man (oder sollte man besser sagen: Aubameyang) den FCA ab. Auch wenn das Spiel phasenweise nicht überzeugte, so war das doch ein vielversprechender Auftakt.

„Illy“ kommt verletzt zurück

Beim BVB war es recht ruhig unter der Woche. Trainieren konnte Jürgen Klopp mehr oder weniger nur mit einer Notbesetzung, mehr als der halbe Kader war auf Länderspielpause. Prompt kehrte Ilkay Gündogan verletzt von dem Witz-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay in Kaiserslautern zurück. Schon zuvor hatten ihn Rückenschmerzen geplagt, doch eine unglückselige Mischung aus falschem Ehrgeiz des Spielers sowie Verantwortungslosigkeit des Bundestrainers sorgte dafür, dass Gündogan von Beginn an spielte, ein gutes Spiel machte und dann mit noch stärkeren Rückenbeschwerden ausgewechselt werden musste.

Nun fällt er noch anderthalb Wochen aus. Bei allem Verständnis für seinen Ehrgeiz noch auf den WM-Zug aufzuspringen: wenn er nicht fit ist, darf er nicht spielen. Und ein guter Trainer sollte es eigentlich sehen, ob ein Spieler fit ist oder nicht. Nicht umsonst lässt Jürgen Klopp häufig Spieler draußen, die sich nach Verletzungen schon wieder für hundertprozentig wiederhergestellt halten.

„Lewy“ kriegt mehr Geld

Ein weiteres Thema war am Samstag mal wieder (und hoffentlich abseits des Platzes zum letzten Mal) Robert Lewandowski. Der Stürmer bekommt offenbar eine saftige Gehaltserhöhung. Man kann sich sicher darüber streiten, kommt es doch nach außen ein bisschen so rüber, als sei der Verein vor den permanenten Nörgeleien und halbherzigen Erpressungsversuchen des Spielers eingeknickt. Aber bei Licht betrachtet stellt sich der Fall anders dar: Lewandowski verdiente bis dato 1,5 Millionen Euro im Jahr – und dürfte damit innerhalb des erweiterten Stammkaders wohl der Geringverdiener in der Mannschaft gewesen sein.

Eine Gehaltsanpassung hatten Watzke und Zorc schon vor Monaten auch öffentlich in Betracht gezogen und sie ist seiner Leistung natürlich auch angemessen. Die genaue Summe ist nicht bekannt, aber eine Zahl von 5 Millionen Euro für das letzte Vertragsjahr wird kolportiert. Ganz sicher kann man auch davon ausgehen, dass an diese Summe auch die Klausel „Klappe halten“ geknüpft ist. Man erkauft sich damit vielleicht etwas Ruhe vor Lewandowskis Heuschrecken-Beratern.

„Micki“ wird wohl spielen

Nun also Braunschweig. Dass der BVB als klarer Favorit in die Partie geht, ist wohl kaum zu bestreiten. Doch ließ Borussia ja in der abgelaufenen Saison oft gerade gegen die vermeintlich unterklassigen Gegner Punkte liegen. Jürgen Klopp dürfte somit gewarnt sein und seine Mannschaft entsprechend eingestellt haben.

Ob Henrikh Mkhitaryan am Sonntag sein Startelf-Debüt gibt, ist noch nicht sicher. Im Kader steht er auf jeden Fall und einige Andeutungen Klopps in der Pressekonferenz („Mal schauen, wie lange er durchhält.“) lassen darauf schließen, dass die BVB-Fans bei der Mannschaftsaufstellung zum ersten Mal ihre neue Nummer 10 ausrufen dürfen.

Das Stadion war am Freitag noch nicht ganz ausverkauft, es gab noch 1000 Karten für den Gästebereich. Los, los, Braunschweiger! So weit isses doch nicht und ihr seid gerade aufgestiegen! Da wollt ihr uns doch wohl nicht schon am zweiten Spieltag unseren Zuschauerschnitt versauen, oder? 😉

Die voraussichtliche Aufstellung: Weidenfeller – Schmelzer, Hummels, Subotic, Großkreutz – Sahin, Bender – Reus, Mkhitaryan, Aubameyang – Lewandowski

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2 Gedanken zu „Das Westfalenstadion begrüßt Braunschweig und „Micki“

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