BVB gegen Bremen: Am Ende steht die 09

Zugegeben: als BVB-Fan musste man am Freitagabend im Westfalenstadion erneut viel Geduld aufbringen. Gegen ein extrem defensiv ausgerichtetes Werder Bremen erspielte sich der BVB zwar eine Reihe von Torchancen, doch bis der Ball endlich mal im Netz zappelte, gab es viel Raunen und Haareraufen im ausverkauften Fußball-Tempel.

Die Norddeutschen machten ihre Drohung, ähnlich wie Braunschweig aufzutreten, wahr. Robin Dutt schickte seine Mannschaft in einer extrem defensiven Grundordnung auf den Rasen. Allerdings war das nicht allein der Grund, warum das Spiel am Ende vielleicht unnötig spannend wurde. Denn trotz der Spielweise des Gegners hatten die Borussen am Ende des Spiels 32 (!) Mal aufs Bremer Tor geschossen.

Chancenverwertung ausbaufähig

Dass dabei nur ein Tor heraussprang, sagt einiges über die Chancenverwertung an diesem Abend aus. Der BVB erspielte sich frühzeitig eine Feldüberlegenheit, doch die Werder-Defensive stand größtenteils gut, so dass die Borussen vor allem in der ersten Halbzeit auf Weitschüsse zurück griffen, die aber nichts einbrachten.

Kurz vor der Pause hätten die Bremer fast den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, als Marko Arnautovic aus spitzem Winkel fast die Führung für die Gäste erzielte. Doch insgesamt war der BVB drückend überlegen und hätte längst führen müssen.

In der zweiten Halbzeit legte der BVB, angefeuert vom diesmal sehr lauten Westfalenstadion, noch einen Zahn zu und wurde in der 55. Minute endlich erlöst: Kevin Großkreutz spielte auf Marco Reus, der legte den Ball quer zu dem im Strafraum lauernden Robert Lewandowski und der musste nur noch einschieben. Mit diesem Ball konnte er auch wirklich nichts anderes mehr anfangen, als ihn reinzuschießen.

Den Sack nicht zu gemacht

Die Anspannung brach aus den Fans heraus, erleichterter Jubel auf allen Rängen. Doch danach ging es weiter wie ihn Halbzeit eins: der BVB erspielte sich viele gute Möglichkeiten, doch weder Henrikh Mkhitaryan noch Nuri Sahin noch Torschütze Lewandowski gelang es, den Sack zuzumachen und den Blutdruck der BVB-Fans ein bisschen zu senken.

Ganz im Gegenteil, kurz vor Schluss konnte sich die Mannschaft noch bei ihrem Keeper Roman Weidenfeller bedanken, dass man nicht noch zwei Punkte abgeben musste. Dieses Spiel kostete Nerven. Eine namentlich nicht bekannte Dortmunder Wespe war gar so mit den Nerven am Ende, dass sie Jürgen Klopp in die Hand stach als der gerade Sven Bender einwechseln wollte. Tssss…. Was für ein Benehmen, also ehrlich…

Doch am Ende wurde gejubelt. Neun Punkte aus den ersten drei Spieltagen – mehr geht nicht. Immer wenn dem BVB das bisher gelang, wurde er übrigens Deutscher Meister. Muss man natürlich nicht dran glauben. Aber wie sagte Jürgen Klopp in einer anderen Saison mal? „Sollte Geschichte sich zwingend wiederholen wollen, dann werden wir uns nicht beschweren.“ Dem würde ich mich anschließen.

Deutliche Verbesserung

Auch spielerisch war das Spiel gegen Bremen schon deutlich ansprechender als die beiden vorangegangenen Partien, die Mannschaft scheint sich allmählich besser einzuspielen. Nach den Ergebnissen vom Samstag war dann auch klar: der BVB bleibt weiter Spitzenreiter. Auch wenn die Tabelle noch nicht besonders aussagekräftig ist, ist es ja doch immer ein netter Anblick.

Nun hat Borussia Dortmund eine längere Pause. Erst am Sonntag geht es weiter mit einem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt. Doch vorher wird gelost: am 29. August werden die Gruppen für die Champions-League-Saison 2013/14 gezogen. Der BVB ist dabei in Topf 3 gesetzt, es droht somit wieder eine schwere Gruppe. Davor braucht sich eine Mannschaft, die in der Vorsaison im Fi nale stand allerdings nicht bange zu machen. Und auch Real Madrid, Manchester United und Konsortien werden nicht gerade in Jubelstürme ausbrechen, wenn ihnen aus dem vermeintlich schwachen Topf 3 der BVB zugelost wird. Ein Freilos sieht anders aus.

Aufstellung BVB: Weidenfeller – Großkreutz, Subotic, Hummels, Schmelzer – Kehl, Sahin – Blaszczykowski (69. Aubameyang), Mkhitaryan (81. Hofmann), Reus (88. Bender) – Lewandowski
Aufstellungen Werder Bremen: Mielitz – Gebre Selassie, Prödl, Lukimya, Caldirola – Junuzovic, Makiadi, Ekici (66. Kroos), Yildirim (76. Elia) – Arnautovic (66. Di Santo), Hunt
Tor: 1:0 Lewandowski (55.)
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 80.645 (ausverkauft)
Gelbe Karten: – / –

 

 

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