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Deutschland ist Weltmeister, Jogi Löw immer noch Bundestrainer und Philipp Lahm hat im stolzen Alter von 30 Jahren seine Nationalmannschaftskarriere beendet. Nun gut, bei einem Spieler, der bereits mit 27 seine Memoiren verfasst, sicher kein ganz unlogischer Schritt. Abgehakt, Schnee von gestern, es gibt Wichtigeres. Noch vier Wochen, dann hat das Leben wieder einen Sinn.

War die Fußballwelt noch bis zum 13. Juli – und vielleicht auch noch in der Woche danach – aufgeteilt in Schlandige und Nicht-Schlandige, so kehrt man doch langsam zurück zur Normalität und zurück zu den vertrauten Lagern. Während noch einige die WM-Euphorie aufrecht erhalten und Jagd auf die Trikots der N11 machen, die noch vor einem Dreivierteljahr jeder außerhalb des DFB zum Würgen hässlich fand, so sind andere froh dass der Spuk endlich vorbei ist.

Alte Feindbilder

Wie auch immer, so langsam kehrt wieder Normalität ein und es wird sich spätestens in ein paar Wochen zeigen, ob „Schweini“ und „Manu“ und erst recht der super sympathische und gleichsam so authentische Müller sich immer noch so großer Beliebtheit bei manchen BVB-Fans erfreuen werden, wenn es plötzlich wieder um Bundesligapunkte geht.

Der „Schweini“ war so nett, den Anfang zu machen und die alten Feindbilder auf einer Fete nach reichlich Alkoholgenuss wieder in Erinnerung zu rufen. Gott sei Dank. Endlich wieder Normalität. Dieses Gruppenkuscheln war ja nicht mehr zum Aushalten. Dass selbst ein Kevin Großkreutz auf einmal unsympathische Individuen wie Julian Draxler und Thomas Müller scheinbar zu seinen engsten Homies zählte, konnte schon mal den stärksten Fan aus den Latschen kippen lassen.

Gruppenkuscheln

Was bei den Spielern eine noch verständliche Bildung von Teamgeist innerhalb eines Turniers darstellte, wurde in den Medien zum großen „Friedensgipfel“ erklärt. Kevin Großkreutz hat im Campo Bahia nicht jeden Tag zum Aufwärmen den Kopf von Draxler in die Kloschüssel gesteckt? Sapperlot! Aus Feinden werden Freunde! Alles friedlich. Alles super. Alle haben sich lieb. Giftpfeile vor einem Spiel der Bayern gegen Dortmund? Wird es sicher in Zukunft nie wieder geben! Derbys? Werden in Zukunft so ausgeglichen ablaufen wie die Meditationen einen buddhistischen Mönchs.

Warten wir mal ab, wie viele BVB-Fans sich noch an Mario Götzes Tor im WM-Finale erinnern, wenn er das nächste Mal im Westfalenstadion aufläuft. Vielleicht wird ihm nicht solch ein Hass entgegenschlagen wie beim letzten Mal. Aber den roten Teppich wird ihm sicher trotzdem keiner ausrollen.

Neue Tattoos

Noch 28 Tage, dann hat das Leben einen Sinn. Je mehr die Erinnerung an die WM verblasst – und das tut sie schnell, Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft – desto größer wird die Vorfreude auf die neue Saison. Die erste Landmarke ist immer der Trainingsauftakt, der allerdings diesmal im WM-Getümmel eigentlich komplett untergegangen ist. Die zweite ist der Auftakt der dritten Liga, der am Samstag war.

Jetzt dauert es nicht mehr lang. Nächste Woche fahren die Jungs ins zweite Trainingslager in die Schweiz und da Großkreutz ohnehin jetzt offenbar nichts weiter mehr vor hat, außer im Tattoostudio herumzuhängen, beschloss er, früher aus dem Urlaub zurückzukehren. Erik Durm will hinter so viel Strebsamkeit nicht zurück stehen und schließt sich an.

Kevin Großkreutz hat sich seine Titel auf der Haut verewigen lassen. (Screenshot: Sylvia Schemmann)

Kevin Großkreutz hat sich seine Titel auf der Haut verewigen lassen. (Screenshot: Sylvia Schemmann)

Besuch bei Freunden

Am Sonntag steht ein Besuch bei alten Freunden an: Der BVB wird ein Testspiel gegen Rot-Weiss Essen bestreiten und dabei das neue Stadion Essen mal genauer in Augenschein nehmen. Beim letzten Besuch in der ersten DFB-Pokalrunde im Sommer 2008 traf man sich ja noch im alten, charmanten, aber leider auch schon recht maroden Georg-Melches-Stadion.

Dann kommen noch so mehr oder weniger wichtige Dinge wie der Supercup. Die Zeit bis dahin kriegt man irgendwie überbrückt. Am kommenden Wochenende beginnt ja zum Beispiel die Cranger Kirmes. Ob es sinnig ist, einen Supercup auszuspielen, wenn Meister und Pokalsieger identisch sind, sei mal dahin gestellt, allerdings ist grundsätzlich ein Spiel gegen Bayern München natürlich ein ganz guter Test für die nächste Saison – und als solchen sollte man das Spiel vielleicht auch sehen. Irgendwelche Rückschlüsse auf die Bundesliga wird das Spiel sicher nicht zulassen, zumal bei Bayern ohnehin ein Großteil der Nationalspieler noch fehlen wird.

Bald…

Gespannt kann man vor allem auf die Neuzugänge sein, auf Matthias Ginter, Ciro Immobile, Adrian Ramos und Dong-Won Ji, die ich hiermit ganz herzlich in der Fußballhauptstadt willkommen heißen möchte. Das erste Pflichtspiel steht dann am 16. August an, wenn der BVB im Gottlieb-Daimler-Stadion auf die Stuttgarter Kickers trifft.

Und dann, eine Woche später, geht es wieder los. Bundesliga-Auftakt um 18.30 Uhr gegen Bayern Leverkusen. Eine echte Standortbestimmung am ersten Spieltag. Ach, wird das schön. Endlich wieder Bundesliga, endlich wieder Westfalenstadion. Nicht mehr lange…

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