Ein Punkt für die Moral

Nein, die Sterne vom Himmel gespielt hat der BVB am Samstagabend in der BayArena nicht. Weit entfernt von der Pressingmaschine erfolgreicherer Tage zeigt sich die Mannschaft von Jürgen Klopp auch im Jahr 2015. Aber das war zu erwarten. Und dass in der Vorbereitung gute Arbeit geleistet wurde, war trotzdem für den Beobachter zu erkennen.

Geradezu vogelwild hatte sich der Dortmunder Defensivverbund in der Hinrunde präsentiert, einige Gegentore waren Slapstick pur. In Leverkusen zeigte die Mannschaft dagegen ein ganz anderes Gesicht. Insbesondere die Innenverteidigung um Mats Hummels und Sokratis wirkte solide wie in alten Tagen. Vor allem Hummels haben die Winterpause und die vollständige Vorbereitung sichtlich gut getan – sowohl körperlich als auch mental.

Stabilität gewinnen

Der Schwerpunkt war klar zu erkennen: Gegen einen starken Gegner wollte der BVB offensichtlich vor allem Stabilität zurückgewinnen. Risiken ging die Mannschaft nicht ein, Offensivbemühungen kamen nur sehr dosiert. Das ging naturgemäß etwas zu Lasten der Torgefahr. Ciro Immobile rieb sich vorne allein gegen die Leverkusener Abwehr auf, Neuzugang Kevin Kampl zeigte ein ansprechendes Debüt und setzte viele offensive Akzente, ohne sich dabei entscheidend durchsetzen zu können. Von Kevin Großkreutz war offensiv praktisch nichts, von Kollege Marco Reus wenig zu sehen.

Eine Fehlpassquote von 55 Prozent sieht zunächst mal desaströs aus. Ist sie auch. Gravierende individuelle Fehler blieben jedoch im Vergleich zur Hinrunde aus. Zumindest vom Kopf her wirkte die Mannschaft deutlich gefestigter.

Ein Spiel für die Moral

Insgesamt kann man dem BVB eine solide Leistung attestieren. Auch wenn man durch die Ergebnisse der Konkurrenz nun auf Platz 18 abgerutscht ist, kann man darauf durchaus aufbauen. In diesem Spiel hat man vielleicht nichts für die Verbesserung der Tabellensituation getan. Aber dafür ganz viel für die eigene Moral. Und die kann im Abstiegskampf am Ende das Entscheidende sein.

Dennoch muss man am Ende eins festhalten: Dieser Punkt ist nicht viel wert, wenn man am Mittwoch gegen Augsburg die Punkte nicht einfährt. Dieses Spiel kann nur ein Anfang sein, ein kleines Lebenszeichen im Abstiegskampf, nicht viel mehr. Am Mittwoch muss die Mannschaft zeigen, dass die solide Vorstellung mehr war als nur ein Ausrutscher nach oben.

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