Was vom Sieg gegen Leipzig bleibt: Wut, Abscheu, Hilflosigkeit

Es hätte alles so schön sein können nach dem Spiel des BVB gegen Rasenballsport Leipzig: Bier schlägt Brause, Stimmung gut, Bier lecker, Spiel annehmbar. Dennoch gibt es auch drei Tage nach dem Spiel nur noch ein Thema. Eins? Nein, eigentlich viele Themen, die sich in der öffentlichen Gemengelage zu einem Wust verknäult haben. Im Mittelpunkt: verletzte Leipziger Fans, Fantasien über Bestrafungen der Dortmunder und eine Grundsatzdebatte.

Zehn Dinge möchte ich dazu sagen.

1. Ich wünsche allen verletzten Leipzigern gute Besserung und eine schnelle Genesung.

2. Wer das Konstrukt RB Leipzig ablehnt, heißt deshalb noch lange keine Angriffe auf Leipzig-Fans gut. Es ist zwar eine Selbstverständlichkeit, aber sicherheitshalber hier noch mal in aller Deutlichkeit: Gewalt gegen andere ist eine Abscheulichkeit und hat nichts mit einem wie auch immer gearteten Protest zu tun. Das ist einfach nur eine Sauerei. Wer sich prügeln möchte im Kontext eines Fußballspiels, möge das von mir aus mit seinesgleichen irgendwo auf der grünen Wiese tun und alle anderen in Frieden lassen. Widerwärtig.

3. Einige Plakate auf der Südtribüne waren in der Tat ebenfalls widerwärtig und nicht zu entschuldigen. „Richtig behindert“, „Burn-Out-Ralle häng dich auf“ oder auch direkte Aufrufe zur Gewalt zeugen von Dummheit, Boshaftigkeit und Empathielosigkeit jener, die sie gemalt haben.

4. Protestplakate sind, sofern sie nicht geschmacklose Inhalte wie o.a. enthalten, aber grundsätzlich ein legitimes Stilmittel, auch wenn sie mal etwas deftigere Ausdrücke wie „Verpisst euch“ enthalten. Es ist immer noch Fußball und nicht das Pferderennen von Ascot. Die schiere Zahl der Plakate ist kein Skandal, sondern letztlich nur ein Gradmesser für des Ablehnung des Konstrukts RB Leipzig.

5. Hans-Joachim Watzke hat medial zurecht die Zulässigkeit des Rasenball-Projektes innerhalb der DFB-Richtlinien in Frage gestellt. Und er hat angesprochen, dass Kunstprodukte wie RB den Charakter des Fußballs, wie wir ihn kennen und lieben, völlig verändert. Es ist eben ein Unterschied, ob man Sponsoren hat, um Fußball spielen zu können oder ob Fußball nur deshalb gespielt wird, um noch effektiver Werbung für Gummibärchen-Plörre zu machen. Watzke hat weder zur Gewalt aufgerufen, noch hat er diese jemals bagatellisiert. Und er ist selbstverständlich NICHT, wie einige jetzt behaupten, in irgendeiner Weise verantwortlich für diese Geschehnisse. Er hat die rein wirtschaftliche Dimension angesprochen. Mehr nicht. Warum sollte man das nicht ansprechen dürfen? (Antwort-Vorschlag: Weil der DFB sich dann selbst fragen müsste, warum er ein Konstrukt, das so offenkundig gegen die 50+1-Regel verstößt im deutschen Profifußball überhaupt duldet?)

6. Nein, ich distanziere mich nicht von denen, die Leipzig-Fans angegriffen haben. Warum sollte ich mich von etwas distanzieren, mit dem ich mich NIEMALS gemein gemacht habe? Nur weil diese Leute zufällig vom gleichen Verein Fans sind wie ich? Hieße das nicht, dass sich jetzt alle 15 Millionen BVB-Fans weltweit von dieser Handvoll Idioten distanzieren müssen? Ich verurteile die Taten dieser Leute- und zwar in aller Schärfe und Deutlichkeit. Aber da ich mit denen nichts zu tun habe und vom Lieblingsverein abgesehen nichts gemeinsam habe, sehe ich keinen Grund, mich von irgendwas oder irgendwem zu distanzieren. Dann müsste ich mich ja auch von jedem deutschen Staatsbürger distanzieren, der z.B. im Ausland ein Verbrechen begeht.

7. Sogar der meist gemäßigte Fanforscher Gunther A. Pilz fabuliert nun davon, dass ein Zuschauer-Teilausschluss nun „vielleicht mal ein richtiger Warnschuss“ sein könne. Interessant. Für wen denn? Die paar Idioten, die verantwortlich sind, wird das – auf Deutsch gesagt – einen Scheiß interessieren. Und alle anderen sind unschuldig und müssen ergo auch nicht verwarnt werden. Strafe mit dem Gießkannenprinzip, Sippenhaft – alles Dinge, die wir im Strafrecht schon vor vielen Jahrzehnten abgeschafft haben und die sich nur im Fußball hartnäckig halten können. Jeder ist für seine Taten verantwortlich. Punkt. Ich bin nicht dafür verantwortlich, was irgendwelche, mir unbekannten Vollpfosten anrichten und dabei ein BVB-Trikot tragen.

8. Die Chance für einen wirkungsvollen Protest ist durch die Vorfälle leider verpasst worden. Ein Meer von kreativen und pointierten Plakaten, lautstarke Anfeuerung der eigenen Mannschaft und Pfiffe gegen den Gegner, dazu die wirklich tolle Idee der Stadionregie, den Red-Bull-Konzern zu trollen und mithilfe einer Retro-Anzeigetafel das Werbelogo zu verhindern – das wäre ein toller und wirkungsvoller Protest gewesen, der einer traditionsreichen Fanszene wie der von Borussia Dortmund würdig gewesen wäre. Schade, dass einige Leute so komplett darauf scheißen, welches Bild sie nach außen transportieren.

09. Dem legitimen Protest gegen RB haben die Gewalttäter und Maler der oben angesprochenen Plakate einen Bärendienst erwiesen. Differenzieren kann in der heutigen Gesellschaft niemand mehr. Schon jetzt ist flächendeckend in allen regionalen und überregionalen Medien die Tendenz zu beobachten, dass der grundsätzliche Protest gegen RB mit den Vorfällen in einen Topf geworfen wird und dadurch beim nicht-sachkundigen Leser der Eindruck entsteht, der Protest an sich sei schon etwas Verwerfliches und Anstößiges. Und es weckt eine Solidarisierung mit RB, die es immer schwerer machen wird, das Konstrukt an sich öffentlich in Frage zu stellen. Mit Verlaub: Gut gemacht, ihr Penner.

10. Immer wieder ist zu lesen, dass die Dortmunder Fanszene generell ein Problem habe. Hier werden dann auch munter die Vorkommnisse vom Samstag mit dem Nazi-Problem, das nicht nur der Verein, sondern die ganze Stadt hat, vermischt. Fakt ist, dass seit Jahren sehr gute Arbeit seitens des Vereins, der Fanabteilung, des Fanprojekts und vielen anderen Gruppen geleistet wird. Dass dieser Weg noch nicht zu Ende ist und es vielleicht auch nie sein wird, ist auch klar. Ich sehe dennoch noch nicht, wie die breite Masse der friedlichen Fans die Vorkommnisse vom Samstag hätte verhindern können. Einem gewaltbereiten Schläger stellt sich wohl kein Familienvater entgegen. Und was die Plakate angeht: Versucht mal, ein Plakat zu lesen, das vor euch auf der Tribüne hochgehalten wird. Was auf den Plakaten stand, haben die meisten vermutlich erst nach dem Spiel gesehen, als das Internet auf dem Handy wieder funktioniert hat. Dagegenhalten, wenn man z.B. rassistische Sprüche auf der Tribüne mitbekommt: Ja, das kann und sollte man durchaus leisten als normaler Fan. Aber niemand kann von mir verlangen, dass ich mich durchtrainierten und kampferprobten Schlägern in den Weg stelle.

Wut und Hilflosigkeit

Ich bin wütend. Zuallererst natürlich auf die Gewalttäter, auf die dummen Plakatmaler und darauf, dass Menschen, die sich einfach nur gut gelaunt auf den Weg gemacht haben, um ein Fußballspiel zu sehen und einen schönen Tag zu haben, verletzt und in Angst versetzt worden sind. Aber auch auf RB Leipzig, weil es sie überhaupt gibt. Auf die Medien und die Öffentlichkeit, weil sie einfach nicht differenzieren. Auf den DFB, weil er es zugelassen hat, dass RB überhaupt in der Bundesliga spielen kann und weil mit Sicherheit eine Strafe aussprechen wird, die ich nicht gut heiße und die mich vielleicht sogar ganz persönlich betrifft, obwohl ich mich gesetzestreu verhalten habe. Auf die politischen Hardliner, die diese Vorkommnisse im Jahr der Bundestagswahl mit Sicherheit wieder benutzen werden, um Stimmung gegen Fußballfans zu machen und Stehplatzverbote fordern.

Ich bin wütend und hilflos, weil ich nicht sehe, was ich als einzelner Fan gegen all diese Dinge tun kann. Und weil ich das Gefühl habe, dass es ohnehin ein Kampf gegen Windmühlen ist. Und weil ich befürchte, dass diese Geschichte ein Trigger für eine neue globale Sicherheitsdebatte sein könnte, wie vor einigen Jahren das Relegationsspiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin, an deren Ende es nur noch verhärtete Fronten gab.

Ich habe es alles so satt. An Tagen wie diesen habe ich manchmal keine Lust mehr, zum Fußball zu gehen.

Advertisements

13 Gedanken zu „Was vom Sieg gegen Leipzig bleibt: Wut, Abscheu, Hilflosigkeit

  1. Viel wahres – aber den DFB-Zahn muss ich Dir ziehen! Wer ist denn in den Gremien seitens des BVB vertreten? Warum wird er Jahr für Jahr entlastet und immer und immer wiedergewählt? Nein, das elegant verkleidete „Scheiß DFB“ bringt es nicht!

    Schauen wir uns doch mal die Geschichte im Zeitraffer an: 2009 gegründet mit der klaren Ansage, was RB erreichen will. 1 Jahr 5., dann 3 Jahre 4. Liga. Macht schon mal satte VIER(!!!) Jahre in denen Zeit gewesen wäre, die DFL Statuten abzusichern. Ach halt, fehlt ja noch das eine Jahr 3. Liga. Sind wir also bei FÜNF Jahren untätigen Zusehens. Und wer ist seit 2007 Präsident der DFL und zugleich sein eigener Aufsichtsratschef? RB pervertiert also den Fußball, weil die Mitgliedschaft stark eingeschränkt ist? Vielleicht! Aber dann müssen sich die über hunderttausend Dortmunder Mitglieder aber den ganzen Tag ohrfeigen (natürlich nur symbolisch!), weil sie zu dämlich waren, ihre Macht auszuspielen und gemeinsam mit den anderen Tradditionsvereinen Ihre eigenen Ligen nicht stark genug abgedichtet haben. Der einzelne Fan mag machtlos sein, aber die ganze Heerschar an Vereinsmitgliedern hat auf ganzer Line versagt!

  2. Schöner und wahrer Artikel, wie eigentlich immer. Wahrscheinlich werden hier Kommentare einlaufen (oh, da oben ist schon einer), die die Vorkommnisse relativieren oder Deine Worte nicht verstanden haben. Scheiß einfach drauf.

  3. Ja, ich habe also das mit dem DFB nicht verstanden! Nehem ich jetzt einfach mal als Fakt hin!

    Also helft mir: Was ist an meinen Gedankengängen falsch und wie ist es richtig? Haben die mitgliedergeführten Vereine doch keine Bestimmung der Mitglieder? Warum werden immer wieder die selben Mitglieder in die Gremien gewählt? Oder werden sie das gar nicht, sondern sie setzen sich einfach selbst in die Ämter ein? Was ist los bei der Mitgliederbestimmung, auf die alle Traditionsvereinsanhänger so megastolz sind? Ich raffe es nicht!

    LG Klaus

    • Mitgliederbestimmung beim Verein ist ja nicht gleich Mitgliederbestimmung beim DFB. Ein Verein als Ganzes ist Mitglied im DFB, aber das heißt ja nicht, dass die Mitglieder des jeweiligen Vereins beim DFB etwas zu sagen haben. Haben sie nämlich nicht. Sie können beim eigenen Verein mitbestimmen und das auch nur, solange es nicht das operative Geschäft betrifft, das ja bei den meisten Vereinen – so auch beim BVB – aus dem Verein ausgegliedert ist.

      Was RB angeht: Es gab ja, als RB in die 3. Liga aufgestiegen ist, durchaus Auflagen des DFB, weil es so eben kein richtiger Verein war. So musste z.B. das Logo angepasst werden, weil es zu stark an das Werbelogo von Red Bull erinnerte und die Vereinsmitgliedschaft musste prinzipiell geöffnet werden (wobei der Mitgliedsbeitrag dann so hoch angesetzt wurde, dass sich kein normaler Fan das leisten kann.

      Womit du natürlich absolut Recht hast, ist, dass der Aufstieg von RB absehbar war und der DFB Zeit genug hatte, sich mit diesem Szenario zu beschäftigen. Auch Recht hast du mit dem Hinweis, dass Borussia Dortmund mit Reinhard Rauball als Präsident in der DFL prominent vertreten ist. Die DFL organisiert aber in der 1. und 2. Liga nur den Spielbetrieb. Über alles andere hat der DFB die Kontrolle.

      LG Sylvia

  4. Lieber Herr Schmitz, ist ja jetzt nicht wirklich persönlich gemeint. Nur – dieses ewige „Ja, aber…“, was soll das hier. Sylvia hat alle Seiten explizit beleuchtet. Grundsatzkritik an RBL ist natürlich generell erlaubt, allerdings hier unter diesem Artikel schlichtweg unangebracht. Kern dieses Artikels sind die ekelhaften Vorfälle, und diese sind nicht relativierbar. Also trinken Sie einen Kaffee und lesen Sie den vorzüglichen Blogeintrag vielleicht noch einmal. Und noch ein Tipp: Eine Liga „abdichten“, das ist A: ein US-Amerikanisches Sportprinzip und B: entgegen aller guten Sitten. Und wer bitte soll dann bestimmen, wer in welcher Liga spielen darf? All die frustrierten Fans von abgestürzten Traditionsvereinen, wie ich einer bin? Dann haben Sie eine 1. Bundesliga mit 72 Mannschaften. Ich wünsche aber noch einen angenehmen Tag.

  5. Erstmal: ich wollte die einleitenden Ausführungen nicht in Misskredit bringen! Dafür bitte ich freundlich um Entschuldigung! gerade die Aussage, warum sich der normale, friedliche (aber sehr wohl RB kritisierende!) BVB-Fan nicht zu distanzieren braucht, kann auch ich uneingeschränkt unterschreiben!

    So, noch mal zur Sache DFB: Ja, das einzelne Vereinsmitglied hat selbst keine unmittelbare Stimmgewalt mehr – dafür gibt es ja die Vertreter der eigenen Vereine, die Wiederum die eigenen Mitglieder vertreten sollen. Dann machen diese Vertreter beim DFB entweder nicht das, was die Mitglieder verlangen, oder aber, die die dauernd über den DFB jammern, sind in der Minderheit. Dann gibt es mehrere Wege: Überzeugungsarbeit innerhalb des eigenen Vereines leisten, andere in den DFB entsenden, usw. – die Möglichkeiten sind vielfältig. Und im llerschlimmsten Fall, wenn die eigenen Ideale nicht zu retten sind, ja dann kann ich nicht mehr Mitglied in dem Verein sein (da sollten aber sicher vorher andere Optionen geprüft werden!)

    Zum Thema Liga abdichten: Ja, da muss man sich dann eben entscheiden. Entweder lasse ich nur „echte Vereine“ zu – dann muss ich das in den Statuten festlegen, was das sein soll. Das BGB sieht bei einem Verein mindestens 7 Mitglieder vor. Wenn ich aber zulasse, dass Anteile verkauft werden können und das mit einem 50+1 ausstatte, welches das Papier nicht wert ist, auf dem es steht, dann habe ich eben auch Pech gehabt. Ich bin sicher: Ein Verweigern der Ausnahme Bayer hätte 2-3 Jahre in Leverkusen weh getan, aber es wäre nicht Wolfsburg gefolgt, nicht Hannover, nicht Hoffenheim, und in Fuschl wären sie gar nicht erst auf die Idee gekommen, in Leipzig zu investieren. Sie selbst gesteckten Spielregeln bestanden alle vor 2009 – und darauf muss man auch hinweisen dürfen!

    Sportliche Grüße!

    Klaus

    • Nun ja, beispielsweise unser Herr Watzke positioniert sich ja immer wieder öffentlich kritisch gegen RB – was ihm jetzt gerade um die Ohren fliegt, da einige Leute sich nicht entblöden, ihm vorzuwerfen, er habe damit die Krawalle provoziert. Fakt ist, dass der DFB aus sehr vielen verschiedenen Gremien besteht und der Einfluss der Vereine im DFB sehr gering ist (und auch schon immer war). Der DFB ist ein übergeordneter Verband, der letztlich über den Vereinen steht, das darf man nicht vergessen. Und natürlich kann man sagen, dann sind wir als Verein kein Mitglied mehr im DFB. Aber dann kann man auch nicht mehr am Spielbetrieb in allen vom DFB organisierten Ligen teilnehmen, sondern nur noch in einer „wilden“ Freizeitlga, das ist dir schon klar, oder? Das ist also keine echte Option. Ich habe den Eindruck, du schätzt den Einfluss der Vereine im DFB deutlich zu hoch ein.

      Zum zweiten Punkt: Wie du schon richtig schreibst, diese Regularien gibt es ja bereits, sie müssten nur mal konsequent angewendet werden. Sie werden aber stattdessen seit Jahren aufgeweicht, zuerst zugunsten des VfL Wolfsburg, und jetzt in noch krasserer Form bei RB Leipzig. Das ja für mich gerade der Skandal und ist der Grund, warum ich den DFB so scharf kritisiere. Seine Aufgabe wäre es gewesen, die Einhaltung dieser Regularien streng zu überprüfen, was er nicht getan hat. Und da sind wir wieder am Anfang, das waren keine Vereinsvertreter, sondern DFB-Gremien, die dort versagt haben. Du hast absolut Recht, insofern ist der DFB natürlich selbst Schuld, dass es RB Leipzig jetzt gibt. Aber die Leidtragenden darunter sind Traditionsvereine wie der VfL Bochum, der 1. FC Kaiserslautern, und andere, die eben eh schon wirtschaftliche Probleme haben. Für die wird es schwer, noch in der Bundesliga zu spielen, wenn bereits 4 Startplätze durch Retortenvereine blockiert sind, mit denen sie finanziell niemals werden konkurrieren können, auch nicht mit noch so guter Arbeit.

      Viele Grüße,

      Sylvia

  6. Hallo Sylvia, abgesehen von den Fakten der Fußballpolitik in den FCs und dem DFB dreht sich der Kern deiner message um die in diesem Spiel präsentierten Gewaltaktionen. Dein expliziter Bericht ist ein lautstarker Protest gegen die Verbrecher, hulligans, die wohl kaum ins Stadion gehen, um ein Spiel zu genießen. Schließe mich der Meinung von catenaccio 07 an und möchte auch unterstreichen, dass man Deinen Bericht auf keinen Fall relativieren kann.

    LG Erika

    • Danke. Ich wollte ja nun auch niemandem auf die Füße treten. Aber – meines Erachtens nach – hier sind nun mal explizit die Vorfälle rund um das Spiel gegen RBL aufgearbeitet worden. Und das, wie erwähnt, sehr fundiert und alle Seiten beleuchtend. Mir geht da etwas der Hut hoch, wenn dann wieder mit „Aber Mateschitz tut dies und das…“ argumentiert wird. Oder „Hätte, hätte, Fahrradkette“. Es ist eine rote Linie überschritten worden, für Grundsatzkritik an RBL ist es daher das falsche Timing.

  7. Pingback: Presse 08.02.2017 | rotebrauseblogger

  8. Entschuldige, dass ich als Leipziger meinen Kommentar hier dazu schreibe. Ist mein Bezug zum RB Leipzig klein, so ist er doch zum Leipziger Fußball doch ziemlich groß.
    Ich finde allerdings Dein Statement zu den Ereignissen sehr halbherzig.
    1. Die 50+1 Regel steht doch nicht umsonst schon länger und auch nicht erst seit RBL auf der Kippe. Warum? Weil die Bundesliga und damit auch der deutsche Fußball, auf Dauer nicht konkurrenzfähig bleiben wird.
    2. Was wäre eigentlich passiert, wenn statt RB Leipzig RB Düsseldorf (soll ja bis zum Schluss im Gespräch gewesen sein) der samstägliche Gegner gewesen wäre? Wäre der Hass genauso groß gewesen?
    3. Wie soll sich in ein traditionsreichen deutschen Fußballregion, wie Leipzig, ein Verein mit Ambitionen sonst entwickeln, wenn nicht so wie es RB gemacht hat? Ich habe von 1990 bis 2008 genug Neubeginne und wiederholtes Abrutschen erlebt, dass es zum Schluss nur noch peinlich war erklären zu dürfen, warum Leipzigs beste Mannschaft in der 5. Liga spielt!
    4. Wie hoch schätzt Du denn den Grad der Einflussnahme als Fan auf den Verein ein? Glaubst Du wirklich, es macht einen Unterschied ob Du Mitglied oder „nur“ Fan bist. Ich würde mir als Entscheidungsträger in einem Millionengeschäft auch nicht reinreden lassen!

    Und da sind wir schon bei Deinen Aussagen. Vor meinem inneren Auge entrollen sich die Banner vom Samstag und von Gestern. Ich denke, ihr alle im „Signal-Idunapark“ müsst sehr wendig gewesen sein. Ich meine bei der Vielzahl und Größe der Banner. Gestern, ja gestern gegen Hertha, da gab es vereinzelt kleine Banner zu sehen. So, als müssten Sie sich beim „Rest“ entschuldigen……
    Tut mir leid, der Einzige der richtige und ehrliche Worte getroffen hat, ist Euer Bürgermeister. Ich stelle mir vor, einer der verletzen Leipziger folgt seiner Einladung und er gibt sich als RB Fan in Eurer Stadt aus….
    Verloren habt allerdings nicht Ihr Fans, sondern vor allem Euer Verein. Gerade in Leipzig hattet ihr sehr viele Sympathisanten (mich eingeschlossen). Ich mag eigentlich Euren „Aki“ Watzke. Aber ein führender Repräsentant hat in erster Linie deeskalierend zu wirken.

    Warum schreibe ich das eigentlich? Meine Tochter und mein Schwiegersohn haben mich am Sonntag besucht. Sie waren einfach schockiert und glücklich gewesen gesund nach Hause gekommen zu sein. Drei Meter neben Ihnen wurde ein Mitfahrender bewusstlos geprügelt.

    Hört endlich auf mit Euren Sch…..Hass! Ihr müsst RB nicht lieben, aber vielleicht akzeptieren. Was nimmt Euch eigentlich der Verein weg?

    • Zu deinem Punkt 3: RB hätte einfach Geduld haben können. Man hätte einen bestehenden Verein als normaler Hauptsponsor unterstützen können. Und eine Person, die man für fähig hält, auf ganz normalem Weg in den Vorstand wählen lassen. Oder man hätte einen neuen Verein gründen und von unten anfangen können. Aber das hätte nicht die schnelle Aufmerksamkeit versprochen.

  9. Pingback: Es ist Fußball, all das – Catenaccio 07

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s