Romance is dead oder: Auch du, Mats?

Das Netz läuft heiß seit einigen Tagen. Spätestens, nachdem Borussia Dortmund am Donnerstag offiziell bestätigt hat, was schon jeder wusste, gibt es kein Halten mehr: Mats Hummels hat um Freigabe für einen Wechsel zu Bayern München gebeten. Und die Reaktionen? Dürften manch einen verwundern. Weiterlesen

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Die Rückkehr der Romantik

Zwei Jahre lang haben viele BVB-Fans von der Rückkehr des verlorenen Sohnes geträumt, haben Twitter-Kampagnen gestartet und hätten Shinji Kagawa am liebsten mit dem eigenen Auto aus Manchester nach Dortmund kutschiert. Nun ist er wieder da. Doch man wird sicher nicht sofort dort anknüpfen können, wo man 2012 aufgehört hat. Weiterlesen

Roooobert! Du nervst. Und das tumble weed auch.

Es gibt viele Arten, wie ein Vereinswechsel im Profifußball ablaufen kann. Robert Lewandowski und seine Heuschrecken-Berater haben nun den mit Abstand unappetitlichsten gewählt. Auch nachdem der BVB einen Wechsel zum FC Bayern vor ein paar Tagen kategorisch untersagt hat, gibt der Stürmer keine Ruhe. Im Gegenteil: mittlerweile stellt sich heraus, dass das schier unendliche Theater der letzten Monate wohl nur das Warmlaufen für das große Finale war. Weiterlesen

Die Saga geht weiter: BVB stöhnt über Lewandowski und verlängert mit Großkreutz

Es gibt immer wieder diese Transfergeschichten in der Bundesliga, die einfach kein Ende zu nehmen scheinen. Es gab die Ribery-Saga, die Diego-Saga, die Sahin-Saga, die Kagawa-Saga und jetzt: die Lewandowski-Saga. Naja, was heißt eigentlich „jetzt“? Gefühlt tauchten die ersten Wechselgerüchte um den polnischen Nationalspieler schon auf, kurz nachdem er seine Zelte in Dortmund aufgeschlagen hatte.

Bereits in der letzten Saison schien es, als sei ein Abschied des Stürmers im Sommer längst beschlossene Sache. Lewandowski selbst äußert sich meistens nicht, doch verfügt er über ein besonders penetrantes Exemplar von Berater, der seit einem Jahr nicht müde wird, seinen Klienten ständig zu anderen großen Clubs zu reden.

Wechsel nach München fix?

Am Dienstag platzte auf einmal die vermeintliche Bombe als „SkyItalia“, die schon den Guardiola-Coup der Bayern als Erste vermeldet hatten, plötzlich verlauten ließ, Lewandowski sei sich mit den Bayern einig und werde im Sommer nach München wechseln. Dies wisse man aus sicherer Quelle, die aus dem Bayern-Umfeld stamme. Zuvor hatte man ein Gerücht der spanischen Seite todomercado aufgegriffen – einer Seite von, sagen wir mal, fragwürdiger Seriosität. Die angebliche Quelle aus dem Bayern-Umfeld entpuppte sich als Twitter-Account „Breitnigge“, ein Bayern-Fan, der angesichts der erneuten Lewandowski-Gerüchte wohl etwas genervt war und leicht zynisch fragte, ob „SkyItalia“ das denn schon bestätigt hätte.

Obwohl diese Hintergründe schon im Laufe des Vormittags im Tinneff-Blog aufgedeckt wurden, hielt das sämtliche deutsche Medien nicht davon ab, bei SkyItalia abzuschreiben. Noch am späten Mittag verkauften selbst renommierte Medien wie Kicker und Reviersport den Deal als fix. Die Dynamik der Social Media ist schon was Witziges.

SkyItalia bleibt bei der Meldung

Irgendwann am Nachmittag sickerte die Tatsache, dass man da wohl einen flapsigen Kommentar auf Twitter irgendwie schlampig übersetzt und daher missverstanden hat, auch nach Italien durch und man beeilte sich, zu sagen, dass „Breitnigge“ keineswegs die Quelle gewesen sei und dass die Meldung trotzdem stimme. Fällt ihnen früh ein, nachdem sie sich zuvor im Artikel auf „Breitnigge“ bezogen hatten. Nicht auszuschließen, dass die Journalisten hier nur ihr Gesicht wahren wollten und eben nicht als Dilettanten dastehen wollten.

Nun wartete aber auch Spiegel online mit einem Hintergrundbericht auf, in der eine angeblich dem Bayern-Vorstand nahe stehende Quelle zitiert wurde, die bestätigte, dass man sich mit dem Spieler weitgehend einig sei und nun mit dem BVB verhandelt werden soll.

Ist der Transfer realistisch?

Wie realistisch ist ein Transfer von Lewandowski zu den Bayern eigentlich? Zunächst mal ist der FC Bayern im Sturm mit Mandzukic, Gomez und Pizarro eigentlich exzellent besetzt. Sollte Lewandowski allerdings nach München gehen, kann Gomez sich vermutlich einen neuen Verein suchen, da er zwar sehr treffsicher ist, aber nicht so ein kompletter Stürmer wie der Pole. Fakt ist aber auch, dass Robert sich mit einem Transfer zu den Bayern sportlich eigentlich nicht verbessern würde. Beide Mannschaften sind auf einem ähnlichen spielerischen Niveau, beide spielen in der Bundesliga ganz oben mit, beide spielen in der Champions League eine gute Rolle und beide werden dort auch nächste Saison wieder präsent sein.

Die besseren Mitspieler können es auch nicht unbedingt sein: Ribery, Müller, Kroos – das sind sicher sehr gute Fußballer, aber Reus, Götze und Blaszczykowski haben sicherlich ein ähnliches Niveau. Also doch das Geld? In dem Fall wäre ein Wechsel nach England aber wohl deutlich lukrativer. Zwar würde der FC Bayern Lewandowski wohl mehr zahlen als der BVB, aber Vereine wie Manchester United oder auch ManCity können das sicher überbieten. Dazu kommt, dass Lewandowski selbst einen Wechsel zu den Bayern eigentlich nie öffentlich in Erwägung gezogen hat, sondern immer eher die Premier League zu favorisieren schien. Auch der Wechsel zu Manchester United ist ja bereits einmal als fix gemeldet worden.

BVB hat keine Anfrage

Der BVB selbst gab an, keine Anfrage vom FC Bayern erhalten zu haben. Diese wird bestimmt noch kommen – selbst wenn man den Spieler eigentlich nicht braucht, war es ja immer ein beliebtes Mittel der Bayern, den Liga-Konkurrenten Leistungsträger weg zu kaufen um diese zu schwächen. Gut möglich, dass dies auch im Fall Lewandowski der Plan ist – schließlich hat er schon genug Tore gegen Bayern erzielt.

Sicher ist, dass ein Großteil der Fans ihm einen Wechsel zum FC Bayern ausgesprochen übel nehmen würden. Bisher schützen ihn seine konstant guten Leistungen vor Unmutsbekundungen angesichts seiner ständigen Wechselgerüchte. Doch sollte der Transfer vor Ablauf der Saison als fix vermeldet werden, dürfte Lewandowski für den Rest der Saison vermutlich Auswärtsspiele bevorzugen.

Auffälliger Zeitpunkt

Auffällig ist allerdings auch der Zeitpunkt dieser Meldung: in genau drei Wochen steht das Pokalviertelfinale zwischen dem FC Bayern und dem BVB an. Wäre es möglich, dass dieses Gerücht gezielt zum jetzigen Zeitpunkt gestreut wurde, um vor dem Spiel Unruhe ins Dortmunder Umfeld zu bringen? Völlig abwegig ist das nicht und es ist durchaus ein probates Mittel, das im Profifußball immer mal angewendet wird, wenn man einen Gegner insgeheim etwas fürchtet. Und die Vorstellung ist nach inzwischen sechs nicht gewonnenen (davon fünf verlorenen) Pflichtspielen gegen Dortmund nicht absurd.

Nichts ist sicher, bis auf eine Sache: Lewandowski nervt langsam ungemein. All diese unendlichen Transfer-Sagas nerven so sehr, dass man irgendwann den betreffenden Spieler höchstpersönlich mit der Schubkarre bis nach Madrid fahren würde, wenn nur endlich Ruhe wäre. Auch zum Thema Lewandowski hört man von vielen BVB-Fans mittlerweile nur noch ein genervtes „Dann soll er halt gehen, wenn es ihm hier nicht gefällt!“

Lewandowski nervt

Das Problem ist sein sportlicher Wert. Wenn er geht, wird er nur sehr schwer zu ersetzen sein. Eine adäquaten und bezahlbaren Ersatz zu finden, dürfte eine Mammutaufgabe für Sportdirektor Michael Zorc werden. Julian Schieber macht bisher leider nicht den Eindruck, als könne er ein gleichwertiger Ersatz sein.

Die Zeichen bei Lewandowski stehen jedenfalls auf Abschied. So oder so ist zu hoffen, dass er bald mal die Karten auf den Tisch legt und sich entscheidet, ob er geht oder bleibt.

Großkreutz verlängert

Ein anderer Spieler hat das am Dienstag getan: mitten in das Gerüchtekarussell platzte am frühen Abend dann noch die erfreuliche Nachricht, dass Kevin Großkreutz seinen Vertrag bis 2016 verlängert hat. Eine wichtige Personalie, denn neben seinem sportlichen Wert ist der Identifikationsfaktor bei ihm natürlich ungleich höher als bei allen anderen Spielern.  Die Verhandlungen gingen doch zügiger als allgemein angenommen, denn der „Dortmunder Jung“ hat es in dieser Saison nicht leicht und sitzt häufiger als ihm lieb ist, auf der Bank. Zuletzt war er immer wieder mit Liverpool in Verbindung gebracht worden und er macht selbst auch keinen Hehl daraus, dass ihn die Premier League reizt. Vorerst hat er sich aber für die Heimat und gegen das Abenteuer entschieden und bleibt seinem Herzensverein weiter treu.

„Ich bin glücklich, weiter für Schwarzgelb zu spielen. Borussia Dortmund war immer mein erster Ansprechpartner, und ich werde alles geben, um mit der Mannschaft erfolgreich zu sein. Ich war, bin und bleibe Borusse“ , kommentierte er die Vertragsverlängerung.

Kevin Großkreutz bleibt also Borusse, Robert Lewandowski wird wohl nicht mehr lange einer sein. Doch einen großen Unterschied gibt es in dieser Hinsicht zwischen den beiden Spielern sowieso: Großkreutz wäre im Herzen auch dann ein Borusse geblieben, wenn er gegangen wäre, Lewandowski hingegen war es irgendwie noch nie. Dass dies nicht nur daran liegt, dass Ersterer gebürtiger Dortmunder ist und Zweiterer nicht, zeigen genügend Beispiele anderer Spieler in der BVB-Mannschaft.

Vorschau Bundesliga-Rückrunde: Alles schon entschieden?

Die Winterpause neigt sich ihrem Ende zu und die Fußballfans im Land atmen auf. Pünktlich zum Rückrundenbeginn hat auch der Winter nebst Eis und Schnee in Deutschland Einzug gehalten. Zwar war es diesmal nur ein guter Monat ohne den rollenden Ball, ein Klacks im Vergleich zu der nie enden wollenden Sommerpause, die 2012 trotz EM gefühlte drei Jahre andauerte. Dennoch fühlt es sich irgendwie falsch an, am Samstagnachmittag einkaufen zu gehen, die Wohnung zu putzen, Kuchen zu essen oder was man sich sonst halt so an Ersatzbeschäftigungen sucht. Weiterlesen

BVB verpflichtet Nuri Sahin: Der verlorene Sohn korrigiert seinen Irrtum

Wie angekündigt hat Borussia Dortmund einige Personalien im Trainingslager abgearbeitet. So verlängerte nach Neven Subotic und Sven Bender am Freitag auch Linksverteidiger Marcel Schmelzer wie erwartet seinen Vertrag bis 2017. Diese Meldung ging allerdings fast völlig unter, weil am Nachmittag die Sensation durchzusickern begann, dass Nuri Sahin vor einer Rückkehr zum BVB steht, was noch zwei Tage zuvor heftig dementiert worden ist. Weiterlesen

Manchmal passt es einfach nicht: der „Fall“ Perisic

Gerade erst hat der BVB den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen, da sitzt er schon mitten drin im Transferkarussell, das sich in ganz Europa wieder gewohnt hektisch dreht. Mehr als der übliche Laktattest, den Jürgen Klopp mit seinen Mannen in der Helmut-Körnig-Leichtathletikhalle wie jedes Jahr absolvierte, um zu überprüfen, inwieweit Weihnachtsgans, Schoko-Nikoläuse und Feiertags-Pils ihre Spuren bei den Spielern hinterlassen haben, beschäftigte die Medien und die Fans der offenbar unmittelbar bevorstehende Wechsel von Ivan Perisic zum VfL Wolfsburg. Weiterlesen